Kammerflimmern und Mediales Rauschen

Podcast für Medien und Wissenschaft

©Anika Ch. R. Nöhre

Herzlich Willkommen zu unserem Podcast!

von und mit Meike Boldt und Anna Wiehl

produziert vom AVINUS e.V.

Lizenz: CC BY-NC-ND

“Kammerflimmern und Mediales Rauschen” bietet eine Plattform für Autor*innen, wissenschaftlichen Nachwuchs und Gäste aus Wissenschaft, Gesellschaft und dem kulturellen Leben. Wir diskutieren medien- und kulturwissenschaftliche Themen und Phänomene, vermitteln Theorie und deren Relevanz sowohl für die Wissenschaft als auch in gesellschaftlichen Zusammenhängen. Außerdem greifen wir aktuelle
Entwicklungen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Disziplinen auf. Wir verstehen uns als Beitrag zu Open-Science und Wissenschaftskommunikation.

 

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KF Short: Apropos Lovemobil – Glaubwürdigkeit im Dokumentarfilm

Ende März 2021 entbrennt eine Debatte um den Dokumentarfilm Lovemobil (D 2019, Elke Lehrenkrauss). Recherchen des NDR, der den Film mitfinanzierte, ergaben, dass der Film anders inszeniert wurde, als bisher bekannt – das Wort “Fälschung” steht im Raum. Meike Boldt spricht mit Prof. Dr. Thomas Weber darüber, wann ein Dokumentarfilm glaubwürdig ist und wie Produktionsprozesse dem im Weg stehen.

Episode 9: Trump N' Cinema: Wie Film und Politik einander erzählen

In dieser 9. Folge dreht sich alles um Pop und Politik – um Trump und das Kino und die zahlreichen Verflechtungen von filmischen und politischen Erzählungen, von Archetypen, vermeintlichen ‘Strong Men’, ‘Nicht-Politikern’ und ‘Truth-Sayern’ auf der Leinwand und im Weißen Haus. Gemeinsam mit Christoph Dobbitsch, Filmwissenschaftler und Filmschaffender, beleuchten Anna Wiehl und Meike Boldt das ‘Phänomen Trump’ u.a. durch die Prismen der Narratologie und der Star Studies und diskutieren, ob das Kino nach Trump ein anderes sein wird.

Episode 7: Zwischen Antisemitismus und ‘magischer Jüdischkeit’: Arbeitsbiographien jüdischer Film-schaffender in der BRD

Gibt es eine ‘jüdische Filmgeschichte’? Spielt es eine Rolle, ob ein*e Filmemacher*in jüdisch ist und sollte man das benennen? Wie wollen wir Filmgeschichte heute überhaupt schreiben? Darüber spricht Meike Boldt mit den Filmwissenschaftler-innen Lea Wohl von Haselberg und Julia Schumacher, die sich in ihrem BMBF-Forschungsprojekt “Zwischen Erinnerungskultur und Antisemitismus. Erfahrung und Selbstverständnisse jüdische Filmschaffende in der BRD” mit diesen und weiteren Fragen anhand der Arbeitsbiographien von Karl Fruchtmann, Imo Moszkowicz und Gyula Trebitsch beschäftigen.

Episode 8: Die Freiheit, die sie meinen. Querdenken Decoded

Diese Folge widmet sich dem Phänomen der “Corona-Proteste”, die unter dem Label “Querdenken” ein breites ideologisches Spektrum versammeln. Was unterscheidet Querdenken von Kritischem Denken? Was ist gemeint, wenn von Freiheit, Liebe und Wahrheit die Rede ist? Wieso hat Verschwörungsdenken nichts mit Dummheit zu tun, welche Denkmuster verbindet das heterogene Spektrum eigentlich und wie wirkt sich das auf die demokratische Kultur im Gesamten aus? Meike Boldt und Kirsten Limbecker versuchen eine Annäherung aus Perspektive der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie journalistischer Recherchen und eigener Erfahrungen. Ergänzend dazu spricht Bewegungsforscher Alexander Leistner über die Bezugnahmen der Bewegung auf die historischen Proteste von 1989.

 

Q&A #01 Querdenken Decoded

Im ersten “Questions and Answers” gehen Kirsten Limbecker und Meike Boldt auf Euer Feedback zu Episode 8 ein.

Episode 4: Dunkeldeutschland. Osterfahrungen, Punkrock und Desintegration

Wie fühlt es sich an, im Ostdeutschland der Jahre der Wiedervereinigung aufgewachsen zu sein? Was macht diese Erfahrung zu einer Diskriminierungserfahrung? Wo stellt sie Intersektionen zu Rassismus und Klassismus her? Und wie findet das Anschluss an die Wissenschaft? Die vierte Episode “Kammerflimmern und Mediales Rauschen” widmet sich der Autorin und Soziologin Katharina Warda, ihren Wende-Erfahrungen als Person of Colour, ihrem Audio-Projekt “Dunkeldeutschland” und was Ostpunk wirklich bedeutet.

Episode 5: Wie Sex israelische Filmgeschichte schreibt

Die Analyse von Sexszenen als Möglichkeit (trans-)nationale Filmgeschichte zu (be)schreiben? Ja, sagte schon Linda Williams. Filmwissenschaflerin Naomi Rolef hat Sexszenen im frühen israelischen Film untersucht. Sie fand Shlemils, bedrohte Kinder und eine Kultur des “Opfertums”. Was erzählen die Israelis sich damit über sich selbst?

 

Episode 6: Newaljashka: Das internationale LGBT-FilmFestival “Bok o Bok”

Das internationale LGBT-Filmfestival “Bok o Bok” (Side by Side) in St. Petersburg jährt sich vom 12.–19. November 2020 zum 13. Mal. Es ist das einzige queere Filmfestival in der Russischen Föderation und schafft aller Widerstände zum trotz einen Dialog zwischen der LGBT-Community und der russischen Gesellschaft. Galina Ponomareva hat das Festival über einen langen Zeitraum untersucht und vergleicht es mit einer “Newaljashka” – einer Stehaufpuppe.

Episode 1: The Digital Moment in Interactive Documentary

In der ersten Ausgabe unseres Podcast spricht Meike Boldt mit Medienwissenschaftlerin und Autorin Anna Wiehl über Formen der Interaktion, Partizipation und Kollaboration in digitalen dokumentarischen Formen anhand der Interactive Documentary “The Quipu-Project”. Anna erklärt uns, auf welche Weise der ‘Participation Gap’ begegnet werden und die Barrieren zwischen Dokumentierenden und Dokumentierten abgebaut werden können und führt ihre Ansätze im Begriff des “digitalen Moments” zusammen.

Episode 2: Interaktiv Investigativ

Die zweite Folge widmet sich in einem Interview mit Medienwissenschaftlerin und Autorin Jasmin Kermanchi dem Einsatz dokumentarischer Webprojekte, so genannter i-docs im Investigativjournalismus. Es geht um Hacking und Tracking, um Herausforderungen für den Journalismus und Fragen der Methodik für die Analyse von i-docs.

Episode 3: Open Science, Citizen Science und wissenschaftliches Podcasten

Wissenschaftliche Inhalte einem breiteren Publikum zugänglich machen und gleichzeitig eine Plattform für die Fachcommunity schaffen – und obendrein noch partizipative Forschungsnetzwerke aufbauen und so bisher vernachlässigtes Wissen zu erschließen – wie schafft man diese Quadratur des Kreises? Im Gespräch mit Anna Luise Kiss über Open Science und Citizen Science, also Bürger*innenforschung, gehen wir dieser Frage nach.